Seit ein paar Tagen nutze ich neben meinen anderen üblichen Programmen wie Photoshop und CaptureOne nun auch Luminar 3.1 von Skylum. Aber warum noch eine Software? Was kann die besser? Anders? Hier eine ersten Eindrücke:

Luminar Benutzeroberfläche

Da ich letztes Jahr bereits Aurora HDR gekauft habe, bin ich mit der Benutzeroberfläche sofort zurecht gekommen. Gleicher Aufbau, ähnliche und zum Teil gleiche Funktionen – kann also gleich losgehen.

Skylum-Luminar3
vertraute Benutzeroberfläche

Verwaltung – Bibliothek

Das Prinzip ist recht simpel: Man legt per „Import“ Funktion fest, welche Ordner von Luminar verwaltet werden sollen. Also ähnlich wie in Lightroom bleiben die Fotos auf der Festplatte an der Stelle, wo sie gerade sind. Kein erneuter Import, keine doppelten Daten. Das ist schon mal super! Denn dadurch kann ich sehr einfach gezielt einzelne Fotos mit Luminar bearbeiten. Denn bisher ist CaptureOne meine primäre Software, die ich täglich nutze. Mal schauen, wie sich das verändern wird…

Verschlagwortung – leider nein

Was definitiv fehlt, ist die Möglichkeit der Verschlagwortung und der Editierung der Meta-Daten. Das ist natürlich absolut essentiell, wenn es ein Profi-Tool werden soll. Letzteres steht laut der Website auf dem Entwicklungsplan. Lassen wir uns mal überraschen.

Geschwindigkeit

Sehr positiv ist mir die Geschwindigkeit aufgefallen. Da ich generell in RAW fotografiere und meine neue Nikon Z7 noch größere Dateien produziert (hier hat jedes RAW knappe 90MB), fällt es mir sofort auf, wenn eine Software performant ist oder nicht. Und Luminar ist da für mein Empfinden recht schnell unterwegs. So habe ich in der Regel ein direktes visuelles Feedback, wenn ich einen Schieberegler bewege. Auch wenn die Qualität der Vorschau dabei variiert, sehe ich „live“ die Auswirkung des Reglers. Das macht in sofern auch Spaß, da ich dadurch sehr intuitiv die Software erkunden kann.

Luminar Effekte

Generell sind jegliche Anpassungen unterteilt in sogenannte Effekte. Das fängt an mit dem RAW-Modul über Struktur bis hin zu kreativen Effekten wie Orton und Sonnenstrahlen. Positiv dabei ist auch zu vermerken, dass jegliche Effekte, also jedes Modul rechts in der Leiste, mittels Ebenen-Mischung und Masken angewendet werden kann. Auch sehr gut gedacht!

Spannende Effekte – Accent AI und AI Sky-Enhancer

Hier kommen tatsächlich Effekte zum Einsatz, die auf einer KI beruhen. Die beiden Effekte sind nicht für jedes Motiv zu gebrauchen, aber durchaus einen Blick wert! Gerade bei Landschaftsaufnahmen sind sie sehr hilfreich. Gerade der Accent AI Filter versucht die Belichtungssituation auszugleichen. Er hebt Schatten hervor und bringt die Lichter etwas nach unten. Also eher in Richtung „HDR“-Effekt, aber viel sanfter und einfühlsamer. Ich werde die beiden mal genauer betrachten…

Export

Natürlich muss ich meine Fotos, wenn ich sie bearbeitet habe, auch wieder abspeichern können. Und genau da hat meiner Meinung nach Luminar noch Schwächen bzw. hier vermisse ich tatsächlich einige Funktionen, die andere Programme wie CaptureOne oder Lightroom schon lange haben. Bei Luminar 3.1 kann ich meine Fotos in verschiedenen Dateiformaten in unterschiedlichen Qualitätsstufen exportieren, aber mehr nicht. Was fehlt ist die Möglichkeit, ein Wasserzeichen in das Bild mit einzuarbeiten während des Export-Vorgangs, also automatisiert. Und das sollte ich dann auch als Export-Einstellung mit sichern können, so dass ich mir verschiedene Export-Einstellungsvorlagen erstellen kann. Das macht in sofern Sinn, als dass ich immer wieder verschiedenste Formate exportiere und eben nicht jedes Mal erneut die Einstellungen händisch ändern möchte.

Fazit

Spannende Bildbearbeitungs- und verwaltungssoftware. Da bleibe ich auf jeden Fall am Ball und werde weiter berichten…

Foto © Achim Meurer