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Felsen - Aktfoto analog mit Ilford HP5

Was bedeutet einen Film pushen?

In der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie ist es durchaus üblich, dass man Filme pushed. Aber was bedeutet das?

Das ist schnell erklärt. Ich belichte z.B. einen Film mit einer Lichtempfindlichkeit von ISO400 so, als ob er ISO800 hätte. Also eine Blendenstufe weniger. Wenn ich den Film dann ganz normal entwickeln würde, wären alle meine Fotos um eine Blendenstufe unterbelichtet, also zu dunkel. Dem kann ich entgegen wirken, in dem ich den Film länger im Entwickler-Bad hängen lasse. Damit gleiche ich die Unterbelichtung wieder aus. Die „Nebenwirkungen“ bei diesem Verfahren sind ein gröberes, stärkeres Korn und ein härterer Kontrast. Das ist je nach Motiv durchaus gewünscht. Gerade bei Personen/Haut ist ein leicht gröberes Korn sehr schmeichelnd.

Positiver Nebeneffekt: ich konnte auch bei schlechteren Lichtverhältnissen ohne zusätzliche Lichtquelle noch fotografieren.

Ilford HP5

Ich babe diese Technik sehr oft eingesetzt mit dem Ilford HP5. Dieser Film war für mich einer der wichtigsten in meiner analogen Zeit. Extrem flexibel einsetzbar, konnte ihn auch mit 2, manchmal gar 3 Blendenstufen pushen. Mit der passenden Entwicklung dazu großartig!

Beispiel: Aktfoto Felsen

Hier sieht man sehr schön, wie das Korn der Haut schmeichelt und das Foto dadurch eine Eleganz erhält.

Felsen - Aktfoto analog mit Ilford HP5
5 Comments
  1. Der Fuji Neopan 400 ließ sich sehr gut auf ISO 1600 pushen, ohne große Qualitätseinbußen gegenüber dem Neopan 1600. Interessant war aber den Kodak Tmax 3200 auf ISO 16800 oder höher zu jubeln ? Korn ohne Ende.
    Hast Du auch hin und wieder Filme gepullt?

    1. Achim

      Hi Ingo,

      ich war damals nie so ein Fan der Kodak Filme. Lag wahrscheinlich auch ein bisl an meinem Meister. Der hatte für die Pressearbeit immer den HP5 ?

      Gepullt nur ein oder zwei Mal. Fand das nicht wirklich spannend…

      Hast du das gemacht?

      1. ich war eigentlich auch kein Fan von Kodak-Filmen.

        Gepullt habe ich ein paar mal den Pan F, um ein noch feineres Korn zu erzielen. Hat sich aber auch nicht wirklich gelohnt. Hab dann später sehr gerne für solche Fälle den Agfapan 25 genutzt. Oder viel, viel später auch den Efke 25.

        1. Achim

          Ach ja, Pan F und Agfapan 25 gab es ja auch noch ? die hatte ich schon fast vergessen… habe ich aber auch selten genutzt…

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