Deep Purple Konzert & wie man mit einem iPhone Fotos macht

Gestern Abend waren wir spontan in Klam (Clam Live) zum Deep Purple Konzert. Um es mal vorab kurz zu machen – es war grandios! Ich habe schon öfters Deep Purple live gesehen, doch dieses Konzert fand ich echt mit das Beste!! Denn die Band war super in Schuss, das Set war genial, die Location klasse und der Ton ein Genuss. Aber eins nach dem anderen…

Das neue Album „Now what?!“

Nach dem Erscheinen des neuen Albums „Now what?!“ im Frühjahr war ich mehr als begeistert. Ein tolles Album, klasse Kompositionen und ein echt gelungener Sound! Der Opener ist schon echt alles andere als Mainstream und hat mich wirklich überrascht. Die Scheibe klingt von den Kompositionen eher wie früher die Lieder waren, doch mit einem wesentlich besseren Sound ;) Gehört auf jeden Fall seit Erscheinen zu einem meiner Top5 von Deep Purple Alben (neben Made in Japan, Fireball, Deep Purple in Rock & Perfect Strangers).

Deep Purple bei Clam Live

Umso mehr hat es mich gefreut, als ich gesehen habe, dass Deep Purple auch noch Österreich kommt. Und noch mehr gefreut hat mich, dass ein alter Freund (also soooo alt dann auch wieder nicht, aber wir kenne uns halt schon ein paar Jahre…), Tobi Hoff, am Mischpult für DP steht (wir waren zusammen in der Schulband „Phoenix“, er damals schon am Mischpult und ich an der Gitarre).

Nicht nur, dass es eine super Gelegenheit ist, mal wieder alte Freund zu treffen, nein, Tobi ist ein Garant für einen guten Sound. Schon immer war er ein Sound-Meister mit einem super Gehör.

Und genauso war es gestern Abend auch! Ein echt genussvoller Sound. Ich konnte alle Instrumente sehr genau hören, was gerade bei Rockmusik oftmals in die Hose geht. Doch Tobi hat es, zumindest was ich so beurteilen kann, perfekt gemeistert. Selbst bei den  kritischen Frequenzbereichen im Bass gab es kein Sumpf, sondern klare einzelne Noten getrennt vom Drumset.

Die Band war in einer unglaublich guten Verfassung, haben sehr gut gespielt. Das Set war auch mit ein paar Überraschungen gespickt, mit denen ich nicht gerechnet hatte, wie z.B. als Intro Fireball oder das legendäre „The Mule“, auch 2013 mit einem super Drum-Solo von Ian Paice. Eigentlich dachte ich mir, das der Opener vom aktuellen Album „Simple Song“ sich auch gut für ein Konzert eignet. Aber Fireball und anschließend „Into the Fire“ gefolgt von „Hard Lovin‘ Man“ war schon mal ein gelungener Auftakt.

Insgesamt hat die Band drei Titel aus dem neuen Album zum besten gebracht. Der Rest war eine Reise durch die Zeit mit vielen alten Titeln. Generell war das Konzert genau das, was man von einem Deep Purple Konzert erwartet: Weniger Lieder, dafür aber mit vielen ausschweifenden Soli und musikalischen Improvisationsduellen – Deep Purple halt. Geil!

Tipp: Wie man mit einem Smartphone auf einem Konzert Fotos macht

Nun ist es ja klar, dass ich mit meiner großen Spiegelreflex ohne Akkreditierung niemals durch die Sicherheitskontrolle gekommen wäre. Ergo habe ich meine D800e im Auto gelassen und war mal wieder nur mit meinem iPhone5 bestückt im Konzert.

Ganz klar, es ist nicht die besten Wahl, aber gibt es dennoch eine Chance, das ein oder andere brauchbare Foto damit zu schießen. Denn alle Fotos hier habe ich damit gemacht. Zugegeben habe ich auch alle Fotos im Nachhinein mit Snapseed auf dem iPhone bearbeitet, aber egal. Die Fotos stammen von einer Handykamera. Und dafür sind sie gar nicht mal soooo schlecht geworden. Gerade für den Gebrauch hier im Netz, das reicht für ein Andenken!

Also hier ein paar Tipps:

1. Geh so nah ran, wie es auch nur irgendwie geht

2. Wenn du weiter weg stehst, so wie ich gestern Abend neben dem Mischpult, dann gibt es nicht viele Möglichkeiten, die Band abzulichten. Warten, bis die weißen Scheinwerfer ins Publikum scheinen und kurz danach sofort abdrücken. Denn das Smartphone berechnet in dem Moment die Belichtung für ein helles Foto, welches der Helligkeit auf der Bühne nahe kommt. Ansonsten versucht das Smartphone immer den gesamten Bildbereich korrekt zu belichten, was dazu führt, dass die Bühne viel zu hell wird. Wartest Du jedoch den Augenblick ab, wo gerade die Scheinwerfer abdunkeln bekommst Du ein halbwegs brauchbares Ergebnis.

Klar, das ist immer noch schwammig und matschig, logisch. Ich stand ja auch weit weg und habe hier digital gezoomt. Aber immerhin, ich kann die Musiker halbwegs erkennen. Das ist mehr, als viele andere, die gestern Abend mit ihrem Smartphone versucht haben, Fotos zu schießen.

Und am einfachsten geht es natürlich, wenn es noch hell genug ist. Das setzt natürlich voraus, das das Konzert auch Open Air statt findet und die Band nicht zu spät auf die Bühne kommt.

Alles in allem nicht viel mehr, als eine Erinnerung, aber egal. Wir waren ja auch da, die Musik zu genießen. Wenn ich mal die Gelegenheit bekomme, mit meiner Nikon ein Konzert zu fotografieren, dann sehen die Ergebnisse auch sicherlich anders aus. Doch dann habe ich auch sicherlich nicht den Musikgenuss, wie es gestern Abend der Fall war…

Nachtrag – iPhone App mit manueller Belichtungssteuerung gefunden

Hätte ich das doch mal vor dem Konzert gemacht: Über Google und dem App-Store habe ich tatsächlich dann eine App gefunden, bei der man die Belichtung manuell einstellen bzw. korrigieren kann. Und ich rede hier nicht von dem „ich-tipp-auf-den-Bildschirm-und-hoffe-dass-mein-Smartphone-richtig-belichtet“-App, sondern eine echte Belichtungskorrektur!

Die App heisst „Manual Camera“ und kostet zur Zeit schlappe 0,89€! Leider habe ich die App mangels Konzert noch nicht testen können, aber der erste Eindruck ist gut!

 

Interessant finde ich hier auch die Funktion für eine Belichtungsreihe. Das ist für mich natürlich echt spannend, da ich die Belichtungsreihe direkt und die HDR Bearbeitung in Ruhe dann später machen kann. Bin gespannt und werde berichten…

Kaufbefehl

Ich kann nur jedem wirklich empfehlen, schaut Euch die Show an und hört in die neue CD rein. Beides absolut grandios!

3 Antworten auf „Deep Purple Konzert & wie man mit einem iPhone Fotos macht“

  1. hm. .“WIE MAN MIT EINEM IPHONE FOTOS MACHT“…“iphone“ und „Foto machen“ in einem Satz…ist das nicht ein oxymoron? ;-)

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